Σ
Σ, σ, ς, σίγμα od. richtiger σῖγμα, τό, indecl., Plat. Theaet. 203a, Crat. 427a (s. auch unten); dor. σάν, Her. 1.139 ; Ath. XI.467a ; – achtzehnter Buchstabe des griechischen Alphabets.
Als Zahlzeichen σʹ = 200, aber ͵σ = 200000.
Σαμπῖ oder σάμπι, Ϡ, als Zahlzeichen, 900.
• Σ steht oft für δ, welches bei den Aeolern, Doriern u. Ioniern geblieben ist, ὀδμή, ἴδμεν, statt ὀσμή, ἴσμεν, s. Koen zu Greg.Cor. p. 589. – Σ geht über in τ bei Aeolern u. Doriern, τύ, τέ, φατί, statt σύ, σέ, φησί, in einigen Fällen auch bei den Attikern, ναυτία, ναυτιάω, τεῦτλον, τήμερον attisch für ναυσία, ναυσιάω, σεῦτλον, σήμερον, s. Lobeck Phryn. 194 ; sehr gewöhnlich geht σσ in ττ über, bes. in den Zeitwörtern, πράσσω, πράττω u. ä., aber auch bei subst., θάλασσα, θάλαττα, u. in adj., δισσός, διττός. In diesen Formen gilt σσ als ion. u. altattisch, dagegen ττ als dor., böotisch u. neuattisch. Schon Perikles soll angefangen haben das zischende σ zu vermeiden, und zur Zeit des Komikers Platon war dies schon vom τ verdrängt, vgl. Luc. iud. vocal., Schol. Eur. Med. 476. – Σ tritt ein für θ bei den Doriern, σιός, Ἀσάνα, ἀγασός, παρπαρθένος, θέλω, bes. bei den Lakoniern, Kretern u. Eleern geläufig, Koen zu Greg.Cor. p. 300.
• Von den Aeolern und in der Dichtersprache wird σ in der Mitte der Wörter oft verdoppelt, ὅσσος, τόσσος, μέσσος u. ä. für ὅσος, τόσος, μέσος, was bes. bei den kurzen fut.- u. aor. – Formen auf άσω, έσω, ίσω immer eintritt, wenn der Vers eine lange Silbe erfordert, s. Koen zu Greg.Cor. 588. – Aehnlich verdoppeln die Neuern auch nach einer langen Silbe das σ, wie Παρνᾱσός, Ἁλικαρνᾶσός, Κρῖσα, Κηφῑσός u. ä. geschrieben werden Παρνασσός, Ἁλικαρνασσός, Κρῖσσα, Κηφισσός, vgl. Schaefer melet. 1, Böckh Simon. Socr. p. XXXV u. v.l. Pind. Ol. 9.47, 13.102, P. 1.39.
• Auch in Zusammensetzungen wird, wenn das zweite Wort mit σ anfängt, σ bei Dichtern verdoppelt, wie in βοοσσόος, λαοσσόος, vgl. Lobeck zu Phryn. 647.
• Σ geht in ξ über
a) bei den Doriern in der Konjugation im fut. u. aor., Koen Greg.Cor. 327, die auch διξός, τριξός, statt δισσός, τρισσός sagen.
b) bei den älteren Attikern in der Präposition σύν, die ursprünglich ξύν lautete (s. unten).
• Σ mit ῥ vertauscht, teils attisch ρσ für ρρ in ἄρρην, θάρρος u. ä., teils bei den Doriern in den Endungen αρ, ηρ, ορ, ωρ, für ας, ης, ος, ως (s. ῥ).
• Im Anfange der Wörter tritt σ oft statt des Spiritus bei den Aeolern u. dah. im Lat. ein, vgl. ἷς, σῦς u. sus, ἅλς u. sal, ἕξ u. sex, ἑπτά u. septem, ἕρπω u. serpo, εἴρω u. σειρά, ἕλη, εἵλη u. σελήνη, σέλας.
• Als euphonischer Zusatz im Anfange des Wortes erscheint es bes. vor μ u. τ, μάραγδος u. σμάραγδος, μάραγνα u. σμάραγνα, μικρός u. σμικρός, τεγος u. στέγω, τέρφος u. στέρφος ; seltner vor κ u. φ, s. Koen Greg.Cor. p. 254, 553. Auch in der Mitte der Wörter findet es sich zuweilen eingeschaltet, ὄπισθεν u. ὄπιθεν, Lobeck Phryn. 8.
• Umgekehrt fällt es in der Mitte der Wörter zwischen zwei Vokalen fort, sowohl gew. in den Konjugationsendungen –εσαι, –εσο, > ; –εαι, –εο, als auch bei den Lazedämoniern, μῶα statt μοῦσα, πᾶα statt πᾶσα, wobei dann der zweite Vokal aspiriert gesprochen wurde, vgl. Koen Greg.Cor. p. 252, 301.
• Am Schluß einiger Wörter fällt σ vor Konsonanten fort, wie οὕτως, ἄχρις, μέχρις.
• σʼ apostrophiert statt σέ, seltener statt σοί, auch statt σά, Od. 1.356, Il. 6.490, aber nur wenn der Artikel vorangeht, τὰ σʼ, Markl. Eur. Suppl. 456.
Als Zahlzeichen σʹ = 200, aber ͵σ = 200000.
Σαμπῖ oder σάμπι, Ϡ, als Zahlzeichen, 900.
• Σ steht oft für δ, welches bei den Aeolern, Doriern u. Ioniern geblieben ist, ὀδμή, ἴδμεν, statt ὀσμή, ἴσμεν, s. Koen zu Greg.Cor. p. 589. – Σ geht über in τ bei Aeolern u. Doriern, τύ, τέ, φατί, statt σύ, σέ, φησί, in einigen Fällen auch bei den Attikern, ναυτία, ναυτιάω, τεῦτλον, τήμερον attisch für ναυσία, ναυσιάω, σεῦτλον, σήμερον, s. Lobeck Phryn. 194 ; sehr gewöhnlich geht σσ in ττ über, bes. in den Zeitwörtern, πράσσω, πράττω u. ä., aber auch bei subst., θάλασσα, θάλαττα, u. in adj., δισσός, διττός. In diesen Formen gilt σσ als ion. u. altattisch, dagegen ττ als dor., böotisch u. neuattisch. Schon Perikles soll angefangen haben das zischende σ zu vermeiden, und zur Zeit des Komikers Platon war dies schon vom τ verdrängt, vgl. Luc. iud. vocal., Schol. Eur. Med. 476. – Σ tritt ein für θ bei den Doriern, σιός, Ἀσάνα, ἀγασός, παρπαρθένος, θέλω, bes. bei den Lakoniern, Kretern u. Eleern geläufig, Koen zu Greg.Cor. p. 300.
• Von den Aeolern und in der Dichtersprache wird σ in der Mitte der Wörter oft verdoppelt, ὅσσος, τόσσος, μέσσος u. ä. für ὅσος, τόσος, μέσος, was bes. bei den kurzen fut.- u. aor. – Formen auf άσω, έσω, ίσω immer eintritt, wenn der Vers eine lange Silbe erfordert, s. Koen zu Greg.Cor. 588. – Aehnlich verdoppeln die Neuern auch nach einer langen Silbe das σ, wie Παρνᾱσός, Ἁλικαρνᾶσός, Κρῖσα, Κηφῑσός u. ä. geschrieben werden Παρνασσός, Ἁλικαρνασσός, Κρῖσσα, Κηφισσός, vgl. Schaefer melet. 1, Böckh Simon. Socr. p. XXXV u. v.l. Pind. Ol. 9.47, 13.102, P. 1.39.
• Auch in Zusammensetzungen wird, wenn das zweite Wort mit σ anfängt, σ bei Dichtern verdoppelt, wie in βοοσσόος, λαοσσόος, vgl. Lobeck zu Phryn. 647.
• Σ geht in ξ über
a) bei den Doriern in der Konjugation im fut. u. aor., Koen Greg.Cor. 327, die auch διξός, τριξός, statt δισσός, τρισσός sagen.
b) bei den älteren Attikern in der Präposition σύν, die ursprünglich ξύν lautete (s. unten).
• Σ mit ῥ vertauscht, teils attisch ρσ für ρρ in ἄρρην, θάρρος u. ä., teils bei den Doriern in den Endungen αρ, ηρ, ορ, ωρ, für ας, ης, ος, ως (s. ῥ).
• Im Anfange der Wörter tritt σ oft statt des Spiritus bei den Aeolern u. dah. im Lat. ein, vgl. ἷς, σῦς u. sus, ἅλς u. sal, ἕξ u. sex, ἑπτά u. septem, ἕρπω u. serpo, εἴρω u. σειρά, ἕλη, εἵλη u. σελήνη, σέλας.
• Als euphonischer Zusatz im Anfange des Wortes erscheint es bes. vor μ u. τ, μάραγδος u. σμάραγδος, μάραγνα u. σμάραγνα, μικρός u. σμικρός, τεγος u. στέγω, τέρφος u. στέρφος ; seltner vor κ u. φ, s. Koen Greg.Cor. p. 254, 553. Auch in der Mitte der Wörter findet es sich zuweilen eingeschaltet, ὄπισθεν u. ὄπιθεν, Lobeck Phryn. 8.
• Umgekehrt fällt es in der Mitte der Wörter zwischen zwei Vokalen fort, sowohl gew. in den Konjugationsendungen –εσαι, –εσο, > ; –εαι, –εο, als auch bei den Lazedämoniern, μῶα statt μοῦσα, πᾶα statt πᾶσα, wobei dann der zweite Vokal aspiriert gesprochen wurde, vgl. Koen Greg.Cor. p. 252, 301.
• Am Schluß einiger Wörter fällt σ vor Konsonanten fort, wie οὕτως, ἄχρις, μέχρις.
• σʼ apostrophiert statt σέ, seltener statt σοί, auch statt σά, Od. 1.356, Il. 6.490, aber nur wenn der Artikel vorangeht, τὰ σʼ, Markl. Eur. Suppl. 456.
sigma, the eighteenth letter. As a numeral, σʹ = 200, σ͵ = 200,000.